Bauernmuseum in Gaville (Figline e Incisa Valdarno)

Das Bauernmuseum in Gaville wurde im Jahr 1974 im Pfarrhaus des romanischen Sprengels von San Romolo und den angrenzenden ländlichen Gebäuden eingerichtet. Das ausgestellte Material, welches Zeugnis von der landwirtschaftlichen Gemeinschaft des Florentiner Arnotals ablegt, ist in zwei Hauptsektionen gegliedert: Zum einen präsentiert die Themenwelt „Arbeit“ die produktiven Abläufe im Jahreswechsel, wie die Kultivierung und Herstellung typischer Produkte (besonders Weizen, Öl und Wein), aber auch die häuslichen Tätigkeiten der Webkunst und Spinnerei. Zum anderen wird das „alltägliche Leben“ vorgestellt mit einer akkuraten Rekonstruktion der bäuerlichen Umwelt in exemplarischen Beispielen wie der Küche, dem Schlafzimmer oder dem Keller.
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Das Museum umfasst mehr als 5000 Exponate, – ein Bestand, der ständig wächst durch anhaltende private Schenkungen – die in 13 Räumen präsentiert sind und dem äußeren Hof, wo Räder von Karren und Fuhrwagen positioniert sind, ebenso wie Räder zur Herstellung von Seilen, ein Mühlstein aus Granit, ein Futtertrog, eine Zisterne, um das Regenwasser zu sammeln, und eine Viehtränke aus Stein. Das Herzstück des Museums ist jedoch eine steinerne Ölpresse monumentaler Größe aus dem Jahr 1729 gemeinsam mit allen Maschinerien und Gerätschaften, die zur Ölherstellung notwendig sind.

Ein Räumchen, dass ursprünglich zur Trocknung von Kräutern diente, zeigt eine Sammlung der häufigsten Arzneipflanzen der Gegend, die zu Beginn des 20. Jhs. von einem Genueser Jungen, Sohn einer Lehrerin aus dem Umland, zusammengetragen wurde.

Besonders kurios ist dagegen die Sammlung von Andachtsbildchen und Figürchen von Heiligen, die im Raum der religiösen Traditionen zu sehen sind. Auch diese Sammlung wird konstant durch Ankäufe und Schenkungen erweitert.

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